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Tag 8: Valencia – Granda ~534kmDay 8: Valencia – Granada ~534km

Gesundheitlich war ich noch nicht ganz da, am liebsten wäre ich einfach nur liegen geblieben, aber es musste nun mal weitergehen.  Zum Frühstück gabs also wieder Aspirin und viel Tee. Um Mittag wäre ich dann auch schon losgefahren, allerdings konnte ich meine Stutzen nicht finden. Die Rezeptionistin zeigte sich hilfsbereit und kurze Zeit später kam mir die Reinigungsdame entgegen, die mir die verloren gelaubten Socken aus dem Luxus-Zimmer im 6.Stock holte. Inzwischen ereignete sich vor der Tür ein regelrechter Wolkenbruch und einmal mehr musste ich darüber schmunzeln, wie sich so manch ärgerliches Ereignis zum Schluss hin doch als nützlich erweisen kann. Hätte ich die Socken nicht verloren, wäre ich 10 Minuten vor besagtem Regen losgefahren.. stattdessen machte ichs mir auf der Couch im Empfangsbereich gemütlich und schlürfte noch ein paar weitere Heferl Tee um mich für die kommende Fahrt fit zu kriegen.

Route nach Granada auf einer größeren Karte anzeigen

Da es nach Cadiz nun nicht mehr soweit war, wollte ich diesmal wieder auf einer Landstraße fahren.

Zunächst gings bis Albaquete auf der Autobahn, etwas nieselte es noch, und im Anschluss auf der N-322 am s[dlichen Rande der La Mancha.

Auf der Autobahn hatte ich dann gleich zwei Mal ordentlich Schiss bekommen: aus einem unerklärlichen Grund fing plötzlich der Lenker irrsinnig zum Flattern an und ich wundre mich noch heute, wie knapp ich wohl vor einem Sturz gewesen sein konnte. Vermutlich handelte es sich um zwei Öllacken, denn Fahrbahnrillen oder Teerausbesserungen gabs da keine. Wie auch immer, glücklicherweise ist nichts passiert, kurze Zeit später waren auch die Straßen trocken und die N-322 erreicht.

Die Landstraßen Spaniens, sofern ich von der N-322 auf die übrigen schließen darf, sind ausgezeichnet. Guter griffiger Belag, keine Schlaglöcher und einfach ideal zum ‘dahinglühen’. 100km/h werden hier eher als empfohlene Mindestgeschwindigkeit aufgefasst. Um nicht aufzufallen, vielleicht auch, weils einfach nur Spaß machte ;-), passte ich mich auch hier den örtlichen Gepflogenheiten an und reiste mit 120-140km/h entlang der atemberaubenden Weiter der La Mancha.

Etwas später am Abend, es war schon finster, kam ich dann in Granada an und wollte unbedingt wieder eines dieser Nest Hostels (zwei in Valencia, eines in Barcelona und noch eins in Granada) aufsuchen. Leider liegte das Hostel mitten in der Innenstadt, das Navi schickte mich ständig in die Fußgängerzonen und da es Samstag am Abend war, war diesmal nicht daran zu denken, mal eben kurz für ein paar 100Meter durch eine Fußgängerzone zu rollen.

Um Mitternacht war ich dann schon etwas verzweifelt, alle anderen Unterkünfte waren entweder ausgebucht oder schlichtweg zu teuer. Mehr aus Frust als irgendeinem Plan zu folgen machte ich mich auf dem Weg nach Motril und dachte daran irgendwo am Strand zu übernachten. Kurz nach Granada fand ich dann doch noch eine Herberge mit äußerst netten Leuten und  der Tag konnte ereignisreich zu Ende gehen.

This entry was published on 29. October 2011 at 23:49 and is filed under Europe, Spain. Bookmark the permalink. Follow any comments here with the RSS feed for this post.

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